Passiv

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Was ist das Passiv im Deutschen?

Im Passivsatz wird ein Vorgang beschrieben; Die Zeitungen werden nachts gedruckt. wer diesen Vorgang ausführt, wer der Täter ist, kann man nicht erkennen. Durch einen von Phrase kann aber deutlich gemacht werden Die Zeitungen werden vom Schriftsetzer gedruckt.

Es gibt eine weitere Form des Passivs. Hierbei geht es um das Ergebnis einer Handlung beziehungsweise um die Beschreibung eines ZustandsEin Frühlingsfest mit buntem Programm  ist schon geplant.

Wie man die beiden unterscheidest, kann man gut mit unseren Lernwegen üben.

  •  AUFGABEN UND ÜBUNGEN

I. Persönliches und unpersönliches Passiv

Theorie:

Man kann persönliches und unpersönliches Passiv unterscheiden:

  • Paula schreibt den Brief. - Der Brief wird von Paula geschrieben. (persönliches Passiv)

Vergleich:

  • Sie sitzen im Gasthaus. - Im Gasthaus wird gesessen. (unpersönliches Passiv)
  • NICHT: Das Gasthaus wird von ihnen gesessen.

Man kann also nur jene Verben in das persönliche Passiv setzen, die im Aktiv eine Akkusativ Objekt benötigen, sodass ein Akkusativobjekt, bei der Bildung des Passivs zum Subjekt wird:

  • Aktiv: Paul schreibe den Brief.
  • Passiv: Der Brief wird von Paul geschrieben.

Diese Verben nennt man transitive Verben, die Verben ohne Akkusativ-Objekt - intransitive Verben. Intransitive Verben, bei denen kein Akkusativobjekt stehen kann, sind beispielsweise: gehen, schlafen, sitzen, schwimmen, helfen, usw.

Transitive Verben können teilweise aber transitiv und intransitiv verwendet werden:

Beispiele:

Paula liest. (intransitive Verwendung, weil das AKK-Objekt  Fall fehlt)

Paula liest ein Buch. (transitive Verwendung)

Paul ist sehr erschrocken. (intransitiv)

Die Spinne erschreckte uns. (transitiv)

Man spricht vom unpersönlichen Passiv, wenn im Aktiv ein intransitives Verb steht, oder ein transitives Verb ohne Akkusativobjekt.

Das Subjekt des Aktivsatzes wird im unpersönlichen Passiv nicht erwähnt, stattdessen kann man den Satz mit "es" oder mit einem anderen Satzglied beginnen:

Beispiel:

Aktiv: Sie schlafen.

Passiv: Es wird geschlafen.

Aktiv: Sie schlafen im Bett.

Passiv: Im Bett wird geschlafen; oder: Es wird im Bett geschlafen.

Neben diesen beiden Arten unterscheidet man noch die reflexiven Verben: sich enthalten, sich bemächtigen, sich beeilen usw. Bei diesen stehen im Aktiv  reflexive Pronomen. Das Passiv kann man nicht bilden.

Von echten reflexiven Verben lässt sich kein Passiv bilden.

Zu bemerken ist aber, dass echte Reflexive Verben im Deutschen selten sind und viele davon sowohl reflexiv wie auch transitiv gebraucht werden können:

  • sich waschen (reflexiv) - jemanden (oder etwas) waschen (transitiv)
  • sich ärgern (reflexiv) - jemanden ärgern (transitiv)

Schließlich gibt es Wörter bzw. Ausdrücke, die man gar nicht ins Passiv setzen kann.

Beispiel:

Es regnet. - Aber nicht: Es wird geregnet.

Ich habe gute Laune. - Aber nicht: Es wird gute Laune gehabt.

Quellen:

Roland, M. (Hrsg.): DEUTSCH. Lehrbrief 1, Dr. Roland GmbH, Auflage 09/2015, Wien

(idf) Die intransitiven Verben sind eingeschränkt passivfähig. Sie bilden ein unpersönliches Passiv, wenn es sich im Aktivsatz um ein Verb handelt, das eine Aktivität bzw. Handlung bezeichnet und in dem das Subjekt als echtes (belebtes) Agens verstanden wird.

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